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MAP – Media | Archive | Performance
Forschungen zu Medien, Kunst und Performance

E-Journal  ISSN 2191-0901


 

Durch neuere Arbeiten und Ausstellungen zur Geschichte der Performance-Kunst sind die Vorstellungen von Archiv(en) der Aufführungskünste in Bewegung geraten. Die zeitliche Ferne und das zeitgenössische Interesse an künstlerischen Performances hat die Frage nach Materialien und Dokumenten, nach Spuren und Aufzeichnungen sowie deren medialem Charakter deutlich hervortreten lassen. Worauf kann sich eine aktuelle Aneignung in Kunst, Wissenschaft und Populärkultur beziehen? Das ist eine unserer Ausgangsfragen.

Eine andere ist die nach den Publikationsweisen wissenschaftlicher communities, denn sie erlauben kaum einen Austausch über die Hoheitsgebiete hinweg und in Formaten, die nicht der gedruckten Form entsprechen.
Beweglichkeit, ein beweglicher Zugang wäre eine zentrale Bedingung für eine offene Art der Wissensaneignung, die das verstreute Potential von Akteuren unterschiedlicher Felder vernetzen kann. Wie ist ein solcher beweglicher Zugang zu realisieren? Auch im Sinne einer flexibleren Kommunikation?

 

Medien  ~  Archiv  ~  Performance


Aus einer Vielzahl möglicher Verknüpfungen dieser drei Bereiche ergeben sich die thematischen Felder dieses Projektes. Die folgenden Überlegungen sollen einer offenen Beschreibung der Begriffe Rechnung tragen.

  • Performance meint alle Aufführungskünste (auch Kino, Ausstellungen etc., nicht nurPerformance Art im Sinne eines Gebietes der Kunstgeschichte).
  • Performances + ihr Archiv – was sind die Spuren, Relikte und Dokumente, die als mediale Artefakte in die Geschichtsschreibung eingehen? Wer wählt sie aus und ordnet sie (wie) an? Wie können sie immer wieder neu zugänglich und lesbar werden?
  • Medien + Performance meint nicht nur die medialen Formate, in denen Performances gespeichert werden, sondern auch die Auseinandersetzung, den Gebrauch von Medien in Aufführungen sowie die performativen Aspekte von Kunst, die sich audiovisueller Speichermedien bedient.
  • Archiv, performativ – Archiv ist nicht mehr die fest gefügte Sammlung und Ordnung vergangener Zeugnisse, sondern wird im beweglichen Zugang je neu geschrieben. Dazu gehören Aktualisierungen in Form von Reenactments, Ausstellungen und eine Vielzahl von künstlerischen Aneignungen.
  • Medien der Archive – was bedeutet die Veränderung und Erweiterung der Artefakte von der Schrift über die analogen hin zu den digitalen Speichermedien für die Ordnung(en) des Wissens und die Zugänge zu Archiven?



All diese Fragen sind ein Anfang… Ihrer Erforschung, Konkretisierung und Reformulierung soll dieses Projekt dienen. Das In- und Gegeneinander von wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung, von unterschiedlichen Darstellungsformen und medialen Formaten entspricht den Möglichkeiten elektronischen Publizierens. Die Reflexion über diese Möglichkeiten und die Aneignung in verschiedenen Stufen eines beweglichen Zugangs verstehen wir ausdrücklich als Teil des Projektes.

Die (Forschungs)Ergebnisse wechselnder Kooperationen sollen in loser Folge auf der Webseite veröffentlicht und so für produktiven Austausch und Vernetzung zeitnah zugänglich werden.

In diesem Sinne ist das aktuelle Ergebnis ein work in progress. Es ist zunächst eine in Konzeption und Programmierung von Herausgebern und Redakteuren verantwortete elektronische Zeitschrift. Sie wurde mit Hilfe der Open source-Software Plone erstellt.



Projekt-Team:

Barbara Büscher           Hochschule für Musik und Theater Leipzig/Dramaturgie

Franz Anton Cramer     Universität der Künste Berlin / HZT

René Damm                 Admin/Redaktion

Verena Elisabet Eitel    Redaktion

 

Das Projekt ist eine Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und wird unterstützt von Maik Derstappen (Inqbus Hosting GbR).

Mai 2014

 

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