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Archiv-Analysen Teil 2

 

 

 

Im Rahmen des durch die DFG geförderten Forschungsvorhabens „Verzeichnungen. Medien und konstitutive Ordnungen von Archivprozessen der Aufführungskünste“ (Juli 2012 bis März 2017) haben wir uns mit den vielfachen Wechselwirkungen von Archivprozessen und künstlerischen Praktiken befasst. Konzentriert haben wir uns dabei auf Beispiele aus dem Bereich Performancekunst seit den 1970er Jahren sowie Tanz- und Theaterformen, die gemeinhin als ›Freie Szene‹ bezeichnet werden.

Die von uns so bezeichneten „Archiv-Analysen“ richteten sich auf die Praktiken des Sammelns und die Prozesse des Erschließens und Nutzens verschiedener Akteure und Institutionen im Bereich Performancekunst / Freie Theater- und Tanzszene. Anhand der unterschiedlichen Arbeits- und Organisationsformen sowie Präsentationskontexte in diesem Feld von Aufführungskünsten untersuchten wir exemplarisch:

  1. mit dem Haus der Kunst (München) ein großes Ausstellungshaus, das in den vergangenen Jahren u. a. Ausstellungen zu Performance und Aspekten künstlerischer Bewegung gezeigt hat.
  2. mit dem HAU – Hebbel am Ufer / Hebbel-Theater (Berlin) einen (Ko)Produktionsort verschiedener Sparten der Freien Szene, dessen 30-jährige Geschichte einen Einblick in kuratorische und künstlerische Entwicklungen gibt, die sich unter dem Stichwort „postdramatisches Theater“ und in dessen internationaler Vernetzung zusammenfassen lassen.
  3. mit dem steirischen herbst (Graz) eines der ältesten und prominentesten interdisziplinären und experimentellen Festivals aller Kunstsparten.
  4. mit der Schwarzen Lade / Archiv Boris Nieslony (Köln) die Sammlung eines ausgedehnten Netzwerks der internationalen Performance-Szenen, das seit den frühen 1980er Jahren auf Basis der Initiative von Nieslony und von ihm bestückt wird.
  5. mit She She Pop und Rimini Protokoll sowie Lindy Annis und Frieder Butzmann (Berlin) die Archivinitiativen von freien Gruppen und Einzelkünstler_innen, die ihre Arbeiten in unterschiedlichen Produktionszusammenhängen realisieren.
  6. mit dem Archiv Sohm (Stuttgart) ein als Teil der Stuttgarter Staatsgalerie institutionalisiertes Sammlerarchiv, das seinen Schwerpunkt in der Geschichte von Happening und Fluxus hat.
  7. mit der Galerie Eigen & Art (Berlin & Leipzig) eine Galerie, die für die Entwicklung prozessorientierter Kunstformen in den 1980er Jahre der DDR eine große Rolle spielte.

 

In der 8. Ausgabe von MAP haben wir bereits die Kurzversion der Archivanalyse zum HAU Hebbel am Ufer (Berlin) vorgestellt (siehe http://www.perfomap.de/map8/archiv.-analysen-teil-1). In dieser Ausgabe folgen Untersuchungen zum Haus der Kunst München und zum steirischen herbst Graz.

 

Archiv-Analyse Haus der Kunst (München)

von Franz-Anton Cramer (Berlin) ... >>

 

 

Archiv-Analyse: steirischer herbst (Graz)

von Lucie Ortmann (Essen) ... >>

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