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Sie sind hier: Startseite MAP II Entscheidung und Augenschein (2011) GESCHICHTE MARKIEREN action fotografie 1956 – 1957

action fotografie 1956 – 1957

Eine Fotografengruppe in Leipzig, zwei Ausstellungen und ihre aktuelle Präsentation

Jeannette Stoschek (Leipzig)

 

 

 

10

F.O. Bernstein montiert das Schild zur Ausstellung
"action FOTOGRAFIE 56" am Kino Kapitol Leipzig, 1956

Foto: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Rössing

 

Im Frühjahr 1956 bildete sich in Leipzig auf private Initiative hin eine Gruppe junger Fotografen und Fotografinnen unter dem kämpferischen Namen „action fotografie“. Fast alle waren Studierende oder Absolventen der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst in Fotografie. Nur zwei Ausstellungen veranstaltete die Gruppe 1956 und 1957 in Leipzig, doch bis heute ist sie in der Literatur und Fotografiegeschichte der DDR präsent. Eine Retrospektive der Bildenden Künste in Leipzig vom Beginn der deutschen Teilung bis in die Gegenwart, die für Oktober 2009 als Ausstellungsprojekt im Museum der bildenden Künste Leipzig geplant war[1], bot die Gelegenheit, sich nach gut fünfzig Jahren mit der Gruppe auseinander zu setzen, nach ihren Zielen zu fragen und Gründe für die kurze Existenz zu suchen. Bei der Recherche im Staatsarchiv und in privaten Künstlernachlässen sowie in zahlreichen Gesprächen mit den Beteiligten ergab sich das komplexe Bild einer sehr heterogenen Fotografengruppe, die engagierte Ziele hatte, sie jedoch nicht auf Dauer frei artikulieren oder künstlerisch umsetzen konnte.

Durch neue Dokumente ist es heute möglich, beide Ausstellungen ansatzweise zu rekonstruieren. Grundlage sind die Manuskripte des Fotografen W. G. Heyde, Briefe, einem Besucherbuch zur ersten Ausstellung, zahlreiche Fotografien von Roger und Renate Rössing-Winkler, die scheinbar als einzige die Aktivitäten der Gruppe fotografisch dokumentierten und eine Chronik der Gruppe verfassten sowie verschiedene Kulturbundprotokolle.Die Liste der Exponate ist durch zwei kleine Ausstellungskataloge bekannt, doch ist es schwierig den Titeln die richtigen Fotografien zuzuordnen, da nicht mehr alle KünstlerInnen leben. Oft sind sogar Negative und/oder Positive unwiderruflich verloren. Durch Vergleiche in Publikationen konnten den überlieferten Titeln teilweise Fotografien zugeordnet werden.[2] Rezensionen waren hilfreich zur Identifizierung, da Arbeiten beschrieben oder abgedruckt waren. Darüber hinaus ließ sich beispielsweise im Nachlass von Roger und Renate Rössing auf den Rückseiten einiger Fotografien der Schreibmaschinenschriftzug „action fotografie“ finden, und im Nachlass des verstorbenen Fotografenpaars Werner/Vogel waren auf einigen Fotografien die Originalaufkleber der Ausstellung 1957 zu sehen.

Die Geschichte der action fotografie ist umfassender nachvollziehbar als es bisher möglich war.[3]

 

 

action fotografie - zur Geschichte

Der Gruppe der Berufsfotografen, Bildreporter und Fotografiestudenten, dem Kern der action fotografie, die sich im Frühjahr 1956 erstmalig konstituierte und bis zur ersten Ausstellung im Sommer zusammenschloss, gehörten die FotografInnen Ursula Arnold, F. O. Bernstein, Rosemarie Eichhorn (Jaeger-Bock, Fret), Barbara Haller (Stroff), Kurt Hartmann, W. G. und Charlotte Heyde, Volkmar Jaeger, K. Heinz Müller, Renate Rössing-Winkler, Roger Rössing, Günter Rössler, Evelyn Richter, Walter Saller, W. G. Schröter und Helga Wallmüller an. Sie verfassten kein verbindliches Manifest, noch verband sie eine gemeinsame künstlerische Richtung oder eine einheitliche Vorstellung von Fotografie. Ihr Anliegen war es, neue Wege zu gehen, um der Fotografie in der DDR neue Impulse zu geben und die zahlreichen Möglichkeiten der Fotografie zu nutzen.[4] Darüber hinaus suchten sie eine Möglichkeit, ihre Arbeiten öffentlich zu zeigen und Bilder auszustellen, die sie persönlich beschäftigten und die sie in der DDR nicht fanden. Allerdings war es im Frühjahr 1956 nicht einfach, unabhängig und spontan eine Ausstellung zu organisieren. Ohne die Unterstützung des Kulturbundes hatte die Gruppe keine Zukunft.[5] Bei einem Gespräch im Leipziger Kulturbundhaus stießen die Fotografen auf großes Interesse, da es im Kulturbund mit den organisierten Amateurfotografen und den Redakteuren der Zeitschriften Die Fotografie und Fotofalter, Helmut Grunwald und Siegfried Kaufmann, schon Gespräche gegeben hatte, wie dem sinkenden Niveau der Fotografie zu begegnen und die Arbeit mit den Amateuren zu verbessern sei.[6] Die Gruppe sollte Amateure aufnehmen, so lautete die Forderung. Das war politisch gefördert und wurde auch schnell von der Gruppe umgesetzt.[7]

Die action-Mitglieder trafen sich – ohne die Amateure – privat und diskutierten die Werkauswahl für die Ausstellung.[8] Die Bilder mussten weder zwingend neu noch in einer gemeinsamen Aktion entstanden sein.[9] Man erläuterte die eigenen Bilder und anschließend wurden in einem Abstimmungsverfahren die zur Ausstellung vorgesehenen Arbeiten mehrheitlich ausgewählt.

Die inspirierenden Vorbilder waren vielfältig und jenseits der Landesgrenzen zu finden. Die Gruppe sah in der DDR weder formal noch inhaltlich Anknüpfungspunkte für ihre eigenen Bildideen. Dabei ging es nach Aussage der beteiligten FotografInnen nicht unbedingt um konkrete Fotografien, an denen man sich orientieren wollte, sondern um künstlerische Haltungen und Konzepte. Häufig fällt in den Zeitzeugenberichten der Name von Heinz Hajek-Halke. Ferner wird die Bewegung „subjektive Fotografie“ um Otto Steinert genannt. Auch die von Edward Steichen organisierte Ausstellung Family of Man, die von New York ausgehend durch Europa tourte und die wahrscheinlich alle Gruppenmitglieder 1955 in West-Berlin gesehen hatten, wird immer wieder erwähnt sowie die 1947 gegründete Fotografengruppe „Magnum“, deren fotografischer Stil durch die Zeitschrift Life verbreitet wurde. Kennzeichnend sind die Suche nach dem authentischen Wirklichkeitsausschnitt und das Fotografieren in Schwarzweiß. Für viele Gruppenmitglieder war das vorbildhaft[10], was sich auch darin zeigte, dass die Mitglieder der action fotografie, wie die Magnum-Fotografen, bei Veröffentlichungen mit dem Gruppennamen signierten.

 

Zur geplanten Ausstellung und offiziellen Anerkennung der Gruppe fehlte lange die endgültige Zusage von Professor Johannes Widmann (1904 - 1992), dem Vorsitzenden der Bezirkskommission für Fotografie des Kulturbundes und Leiter des Instituts für Fotografik an der HGB. Er kannte die Beteiligten als seine Studenten. Widmann kam nie zu den Treffen, so dass eine kleine Delegation ihrem Professor im Clara-Zetkin-Park ein Gespräch abrang. Die Präsentation fand – außerhalb der Hochschule – im freien Raum auf einer Parkbank statt.[11]

 

Foto Parkbank

Treffen der Gruppe mit Prof. Widmann zur Bildauswahl im Clara-Zetkin-Park, Leipzig 1956.

von links: K.H. Müller, W.G. Schröter, Prof. J. Widmann, Günter Rössler, W.G. Heyde,
F.O. Bernstein, Renate Rössing.  Foto: Roger Rössing, MdBK Leipzig

 

Die Gruppe konnte daraufhin weitermachen und in den Jahren 1956 und 1957 in Leipzig zwei Ausstellungen durchführen. Jedes Mal erschienen ein kleiner bebildeter Katalog (Leporello), in dem die Fotografien sowie die technischen Daten gelistet waren, Einladungskarten zur Pressekonferenz und Eröffnung sowie ein Plakat. Sogar Briefumschläge wurden mit dem Gruppennamen gestaltet. Die Druckerzeugnisse lassen noch heute den Anspruch erkennen, geschlossen als Gruppe aufzutreten, obwohl es kein einheitliches künstlerisches Konzept gab.

 

Die erste Ausstellung action fotografie 56, die am Sonntag, dem 3. Juli um 10 Uhr im Messehaus Petershof mit 117 Fotografien von 15 Berufsfotografen und 11 Amateuren für einen Monat eröffnet werden konnte, zog ca. 4000 Besucher an und verlief im Vorfeld nicht ohne Komplikationen. Eine letzte Abnahmejury, der auch Widmann und Vertreter des Kulturbundes angehörten, versuchte 16 Aufnahmen mit der Begründung auszusortieren, die Bilder seien zu „formalistisch“. Die Diskussion um den Sozialistischen Realismus in der Fotografie, die besonders heftig in den Jahren 1952/54 in der Zeitschrift Die Fotografie geführt wurde, war sofort wieder gegenwärtig in der Forderung nach Motiven, die lachende Menschen und ein fröhliches Leben im Sozialismus zeigen sowie der Ablehnung jeglicher abstrakten formalen Bildkomposition und somit der Ausschluss experimenteller Gestaltung und Bildformen.[12] Der Gruppe gelang ein Kompromiss; in einem gesonderten Ausstellungsbereich, der Diskussions-Ecke, waren die beanstandeten Aufnahmen dann doch zu sehen. Sie stammten alle von den Berufsfotografen.

Heyde, der selbst mit einem Bild dort vertreten war, griff in seiner Rede das Stichwort „Sozialistischer Realismus“ auf. Zu den Fotografien äußerte er sich diplomatisch:

 

Sie zeigen zwar ein hohes Können in der Meisterung der Bildkomposition sowie der Technik; gehen wir jedoch von der Bildaussage heran, so ist den meisten Freunden klar, dass diese Bilder niemals den neuen Weg aufzeigen. Wenn wir sie trotzdem ausstellen, so deswegen, weil [...] die Autoren sich zwar bemühten einen neuen Weg zu finden, wobei sie jedoch vergessen haben, dass die gesellschaftliche Aussage das Entscheidende ist und daß Bildinhalt und künstlerische Form eine Einheit bilden müssen. Immerhin muß man anerkennen, daß die Autoren [...] in der besten Absicht handelten. Wir hoffen, daß auch die Besucher der Ausstellung durch scharfe und sachliche Kritik mithelfen werden, uns allen den richtigen Weg zu einer neuen künstlerischen Bildgestaltung zu weisen, d. h. den sozialistischen Realismus in der richtigen Form darzustellen.[13]

 

Warum die Kommission die Bilder ablehnte, ist schriftlich nicht belegt. Durch den Katalog sind zwar die Titel, aber nicht alle Motive erschließbar. Es handelt sich jedoch häufig um experimentelle Aufnahmen, Montagen oder Solarisationen. An den „Diskussionsfotografien“ lässt sich eine grundsätzliche Abneigung der Kommission gegen jeglichen Ansatz von Abstraktion erkennen - und damit verbunden eine Kritik an westdeutschen oder ausländischen Fotografen, wie sie in der Fotografenszene diskutiert wurden. Die ‚subjektive fotografie’ beispielsweise wurde, da sie „gegenstandslose Fotos“ produziere, offiziell abgelehnt.[14]

 

Die zweite und letzte Ausstellung der Gruppe eröffnete in Leipzig am 17. November 1957 im Messehaus Handelshof unter dem Titel action 57. 69 FotografInnen präsentierten 279 Bilder. Die action fotografie-Gruppe ist mit 18 Fotografen und 129 Bildern dieses Mal gegenüber den Amateuren in bedeutend geringerer Anzahl vertreten.[15] Das Statement im Katalog ist ernüchternd. Unter dem Hinweis auf den in der vorherigen Ausstellung artikulierten Wunsch, neue Wege zu gehen, wird (positiv) formuliert ...

[dass] diese Ausstellung bereits ein Stück des neuen Wegs [zeigt]. Er heißt nicht Ästhetizismus, heißt nicht Experimentieren mit Formen und Techniken, heißt auch nicht Flucht in die Idylle, sondern heißt Leben. Wurde 1956 noch ein hoher Prozentsatz an Aufnahmen gezeigt, in denen neue Wege im Experimentieren gesucht werden, so ist davon in diesem Jahr kaum noch etwas zu sehen. Die Ausstellung wird beherrscht von Aufnahmen, die das Leben zeigen, den Menschen und seine Umgebung, realistisch, ungeschminkt, wie es nur mit der Kamera fassbar ist.

Heyde formulierte in der Eröffnungsrede verhalten:

Wir sparen uns an dieser Stelle den Versuch, die Fotografie von heute summarisch auf einen einfachen Generalnenner zu bringen. Es würde ja doch schon an der Vielfalt der Motivbereiche und der Aufgabenstellung der modernen Fotografie scheitern. Für diesen Mangel in der Theorie soll [...], die Fülle der Praxis entschädigen, [...] Sie [die Fotografie] gipfelt in den Versuchen, das Menschliche rings um uns aufzuspüren und im Bilde sichtbar zu machen. [...] In Zukunft werden wir uns noch stärker mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen müssen.[16]

Das Experimentelle, das Verfremden und Schaffen einer eigenen Bildwirklichkeit haben die Fotografen aufgegeben. Die schon 1956 ausgesprochene Kritik an den Experimentalbildern wurde durch Verzicht beantwortet. Reportagefotografien und Porträts dominieren. Die große Anzahl der Amateure entspricht dem Auftrag des Kulturbundes, diese noch mehr zu fördern.

In der Presse äußern sich nun – im Gegensatz zur ersten Ausstellung – häufig negative Stimmen.[17] In den Rezensionen von Gerhard Henniger, Bundessekretär im Kulturbund, im März und Bertram Beiler im April 1958 werden die Aufgaben und Ziele der ‚sozialistischen‘ Fotografie, die vielen Werken der action fotografie fehlen, deutlich hervorgehoben. Die Aufnahmen der anderen Aussteller bleiben unerwähnt.[18] Henniger fragte kritisch, was unter dem Neuen“ [...] zu verstehen sei? Nach seinem Verständnis kann „das Neue [...] nur in der Widerspiegelung und Gestaltung des Neuen in unserem Leben liegen. [...] Das Neue, die politisch-moralische Überlegenheit in unserer gesellschaftlichen Entwicklung, in unserem sozialistischen Aufbau auch künstlerisch, mit den Mitteln der Fotografie zu erfassen und zu gestalten, damit eine neue Qualität in der Fotografie zu erreichen – diese Aufgabe erfüllt die Ausstellung nicht, ja sie zeigt nur wenige Ansätze dazu.

Gleichzeitig kritisierte er die Zeitschrift Die Fotografie,[19] die er schon im Januar 1958 in einer Diskussion des Leipziger Kulturbundes angegriffen hatte, da sie zu westlich orientiert sei.[20] Die harsche Kritik ist beeinflusst von der Kulturkonferenz der SED zum Thema „Im ideologischen Kampf für eine sozialistische Kultur“ und spiegelte den programmatischen Artikel von Ullrich Kuhirt im Dezember 1957 in der Zeitschrift Bildende Kunst wider, der die didaktischen Funktionen der Kunst hervorhebt.[21]

 

Vor diesem politisch-ideologisch geprägten Hintergrund erklärt sich die Auflösung der action fotografie-Gruppe. Nach einem kurzen Neubeginn im Juni 1956, als noch politisches Tauwetter zu herrschen schien, wandelte sich die Haltung zur Fotografie. Künstlerische Positionen, so genannte „Fotopäpste“, waren weniger zu fördern als die Amateurfotografie, und „Spitzenclubs der Fotografen“ sollten nicht gegründet werden.[22] Im April 1959 wurde in der Berliner Zentrale ein Vorschlag für die kulturpolitische und organisatorische Entwicklung der Fotografie entworfen und an die Bezirksleitungen verschickt.[23] Am 26. Mai 1959 gründete sich schließlich in Berlin die Zentrale Kommission Fotografie (ZKF) im Kulturbund, Johannes Widmann ist Vorsitzender, stellvertretende Vorsitzende waren Friedrich Herneck und Gerhard Henniger, die sich schon vielfach zur Situation der Fotografie geäußert hatten. Ziel der ZKF war es, das fotografische Schaffen in der DDR zu koordinieren, zu kontrollieren und politisch-ideologisch anzuleiten. Die politischen Strukturen und Machtmechanismen wurden perfektioniert, um andere künstlerische Vorstellungen und Ideen zu verhindern. Private Initiativen wie die action fotografie wurden nicht mehr geduldet, Die Zeitschrift Die Fotografie wurde stärker als bisher in die Kommissionsarbeit eingebunden und die Mitteilungsblätter der ZKF dort publiziert. Die ambitionierte Zeitschrift Fotografik, die sich seit 1956 der künstlerischen Fotografie widmete, wurde nach nur vier Ausgaben 1960 eingestellt.[24]

 

 

Die Ausstellung 50 Jahre später

Die action fotografie ist gut dokumentiert. Gleichwohl stellt sich die Frage, wie die Gruppe im Jahr 2009 angemessen ausgestellt werden kann. Wie ist es möglich, ihre Absichten zu verdeutlichen und das kreative Potenzial visuell zu vermitteln? Wie lassen sich die Gemeinsamkeiten der Gruppe darstellen, und wie sind Fotografien zu hängen, die sowohl einen dokumentarischen als auch einen ästhetischen Wert haben und von unterschiedlicher Qualität sind?

 

Darüber hinaus sollte die action fotografie-Gruppe in einem Raum innerhalb einer Ausstellung gezeigt werden, die die Leipziger Kunst von 1949 bis 2009 reflektierte. Die Präsentation war Teil einer umfassenderen Ausstellung und wurde in der Sektion der 1950er Jahre als Beispiel für eine Künstlerinitiative gezeigt, die unabhängig arbeiten wollte. In ähnlicher Weise gab es einen Raum, den Jörg Herold gestaltete und der die Geschichte der Galerie EIGEN + ART in den achtziger Jahren aufgriff. Herold zeichnete mit zahlreichen Dokumenten die Entwicklung der Hinterhofgalerie zur erfolgreichen international agierenden Galerie nach. Andere Themen innerhalb der Gesamtausstellung waren die Leipziger Schule, das Künstlerselbstbildnis, die Wahrnehmung der Leipziger Malerei außerhalb der DDR und das sich durch alle Jahrzehnte ziehende Sujet des Stadtbildes.

 

Für die action fotografie standen aus den beiden Ausstellungen knapp 60 Fotografien als originale Ausstellungsexponate, Arbeitsabzüge aus den 1950er Jahren, Reproduktionen und Neuabzüge zur Verfügung - zu viele für den kleinen Ausstellungsraum und zu wenige, um beide Ausstellungen mit ihren Exponaten rekonstruieren zu können. 1956 waren 97 und in der folgenden Ausstellung 122 Werke der action fotografie zu sehen.[25]

Neben Überlegungen zur aktuellen Präsentation der Gruppe in der Ausstellung im Leipziger Museum der bildenden Künste stelltesich die Frage nach der Hängung in den Jahren 1956 und 1957. Keines der Gruppenmitglieder konnte sich an die Ausstellungspräsentation erinnern. Keine einzige Rezension ging auf die konkrete Hängung ein oder beschrieb Raumgruppen. Auch in aktuellen Beiträgen über die Gruppe ist die Frage nach der Präsentation nicht gestellt worden.[26]

 

Das erste Gästebuch der action fotografie aus dem Jahre 1956 sowie ein Fotoalbum aus dem Besitz des verstorbenen Fotografenpaares Rössing-Winkler in der Rössing-Stiftung in Borsdorf, Negative aus den Jahren 1956 und 1957 im Rössing-Nachlass der SLUB Dresden sowie die schon erwähnten Manuskripte von W. G. Heyde ermöglichten jedoch im Rahmen der Recherchen für die Leipziger Ausstellung 2009 ganz neue Rückschlüsse auf die Ausstellungsgestaltung und belegen die Bedeutung der Ausstellungsdokumentation.

Aus dem Besucherbuch lassen sich sowohl Lob als auch Kritik erschließen, unter anderem dass die Fotografien von unterschiedlicher Größe waren, dass sie nicht nach Autoren, sondern thematisch geordnet waren und dass das Thema Akt gänzlich fehlte. W. G. Heyde führte aus, dass Themen wie Porträt, Landschaft, Sport, Mode, Werbung und Reportage vertreten waren und die meisten Fotografien das Format 50 x 60 cm hatten.[27] Die Aufnahmen von Renate und Roger Rössing schlossen eine weitere Lücke. Beide fotografierten während des Aufbaus, der ersten Pressekonferenz und den Eröffnungen. Auf diesen Aufnahmen lässt sich erkennen, dass die Fotografien auf Pappen montiert, ohne Passepartout und Rahmen, an Schnüren zum Teil frei im Raum hingen. Bilder unterschiedlicher Autoren zogen sich in Friesen an der Wand entlang. Arbeiten hingen dicht über einander. Vereinzelt sind auch ganze Wände frei hängend angebracht.

 

4044-45

Die zweite Ausstellung der Gruppe, 1957.

Fotos: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Rössing

 

 

13-16

1957

17-20

1956

23-26

1956

29-32

Die erste Ausstellung der Gruppe, 1956.

Fotos: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Rössing

 

 

1957 waren sogar einige Fotografien auf einem flachen schwarzen Podest analog zur Plakatfarbe mit Aufstellern hinter- und nebeneinander gereiht. Der auf dem Plakat verwendete Schriftzug „action 57“ taucht auch im Ausstellungsraum auf.

Diese Fotografien lassen eine teilweise sehr ausgearbeitete Präsentation erkennen, die erstaunlicherwiese völlig unerwähnt blieb. Inwiefern die Gruppe von der freien Präsentation der Ausstellung Family of Man, den experimentellen photokina-Sonderausstellungen oder den Präsentationen der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner in Hamburg beeinflusst war, lässt sich nur vermuten. Da Westreisen noch möglich waren, ist anzunehmen, dass einige Mitglieder die fotoform Ausstellung 1950 oder die von Edward Steichen organisierte Ausstellung In and out of focus 1951 in Köln gesehen haben könnten, die grafisch-experimentelle wie auch bildjournalistische Arbeiten bekannter amerikanischer Fotografen in einer ungewöhnlichen Hängung präsentierte.[28]

 

 

Fragen der Präsentation

Der Weg zur endgültigen Hängung und Präsentation war ein schwieriger. Die Suche war nicht nur von theoretischen, didaktischen und ästhetischen Fragen geleitet, sondern auch immer wieder von pragmatischen Entscheidungen, den realen Möglichkeiten der Umsetzung wie auch finanziellen und räumlichen Rahmenbedingungen.

Die freie Hängung der Fotografien im Raum, die ich faszinierend und anregend fand, konnte in der Ausstellung nicht wiedergegeben werden, da eine originalgetreue Rekonstruktion der Ausstellungen nicht mein Ziel war und auch nicht möglich gewesen wäre. Durch eine zeitliche Einordnung der Fotografien und eine einheitliche Präsentationsform wollte ich eine erste Struktur schaffen. Alle Arbeiten wurden daraufhin mit einem Passepartout versehen und in einheitlichen Rahmen in den Formaten 40 x 50 und 50 x 60 gerahmt. Dadurch war eine vereinheitlichende Ordnung ohne Hierarchisierung möglich. Reproduktionen, Neuabzüge, Vintage- und Arbeitsabzüge konnten nebeneinander verwendet werden. Die Fotografien wurden soweit möglich den Ausstellungen 1956 und 1957 zugeordnet; das Entstehungsdatum war oft nicht mehr feststellbar.

Die Überlegung, die Fotografien den Ausstellungen zuzuweisen und dann jeweils thematisch oder nach AutorInnen geordnet zu präsentieren und die fehlenden Arbeiten als Leerstelle an der Wand zu kennzeichnen, wurde verworfen. Es hätte eine dokumentarische Sichtweise und äußerlich archivierende Struktur suggeriert. Einen Eindruck von Ordnung, Übersicht, Kontrollierbarkeit, von wert- und hierarchiefreier Systematik und Katalogisierbarkeit vermittelt. Dagegen sprach, dass alle Exponate von unterschiedlichen Leihgebern stammten, sie nicht in einer Hand sind, so dass es sich um ein fiktives Archiv der action fotografie gehandelt hätte.

 

Die Idee der Ausstellungen der action fotografie aufgreifend wurden die Fotografien schließlich thematisch gehängt - freier und rhythmischer als sonst im Museum üblich, wobei die Exponate aus beiden Ausstellungen gemischt wurden.

 

 

Ausstellung MDBK Leipzig

Foto: Christiane Baumgartner

 

Ausstellung MDBK Leipzig 1

Foto: Christiane Baumgartner

 

Ausstellung31

Foto: Christiane Baumgartner

 

Die Exponate waren nummeriert und auf ausgelegten Tafeln waren FotografIn, Titel und Ausstellungsjahr verzeichnet. Der Verzicht auf ein klassisches Ausstellungsschild neben jedem Exponat ließ den Blick erst auf die Bilder lenken und unterstrich die Idee einer Gruppenausstellung. In vier Vitrinen lagen Briefe, Einladungen, Kataloge, Besprechungen, Fotografien, Gästebuch und Fotoalbum aus. Ein kurzer Text an einer Eingangswand gab einen Einblick in die Thematik. Dieses gestalterische Prinzip zog sich durch die gesamte Ausstellung. Ergänzend gab es Führungen, die ein großes Interesse hervorriefen und deutlich machten, dass zwar der Raum in der Ausstellung auffiel, jedoch das Anliegen der Gruppe, ihre Bedeutung offenbar schwer erschließbar waren.

Zum besseren Verständnis der Ausstellung wäre eine historische und kulturpolitische Zeitleiste zur Veranschaulichung paralleler künstlerischer und politischer Bewegungen zweifellos hilfreich gewesen. Es ist ein wichtiges Desiderat, einen Bilderkatalog der offiziellen DDR-Fotografie zu erstellen. Um das künstlerische Aufbegehren der Gruppe zu verstehen, ist die vergleichende Gegenüberstellung der Werke der action fotografie mit den offiziell in den 1950er Jahren kulturpolitisch anerkannten Bildern notwendig. Erste Versuche sind im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig unternommen worden. Unterschiedliche Fotoarchive aus der DDR werden dort gesammelt, gescannt und in einer Datenbank öffentlich zugänglich gemacht.

 

Die gewählte Präsentation ist als ein erster Versuch zu werten, nach gut 50 Jahren die Arbeiten von Mitgliedern einer Gruppe zusammen erstmals öffentlich zu zeigen und das künstlerische Anliegen anhand der aufgefundenen Fotografien und begleitenden Dokumente zu vermitteln. Die Ausstellung war insofern ein wichtiger Schritt zur Neubewertung der Gruppe, der frühen Fotografie-Entwicklung in der DDR und ihrer kulturpolitischen Bedeutung. Der Ausstellungsraum sollte an eine Gruppe erinnern, deren Name zwar bekannt ist, deren Bilder jedoch weitgehend unbekannt waren oder nicht mit den Ausstellungen in Verbindung gebracht werden.

 

 

PDF Download Qucosa Publikationsserver
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-71288

 

Wir danken Christiane Baumgartner und der SLUB Dresden/Deutsche Fotothek für die kostenlose Bereitstellung ihrer Fotos. (www.deutschefotothek.de)

 

Jeanette Stoschek ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Graphischen Sammlung im Museum der bildenden Künste Leipzig.
Schwerpunkte: Fotografie und zeitgenössische Kunst auf Papier
Aktuelle Projekte: Fotografie in Leipzig und Linolschnitt
Jüngste Publikation: "action fotografie". Ein kurzer Aufbruch, in: 60/40/20. Kunst in Leipzig seit 1949. Ausstellungskatalog Leipzig, 2009. S. 88-94.

 


[1] „60 / 40 / 20. Kunst in Leipzig seit 1949“ (4.10.2009 – 10.1.2010) lautete der Ausstellungstitel. Es war ein Kooperationsprojekt mit der TU Dresden und der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig. Nicht eine enzyklopädische Überblicksausstellung war das Ziel, sondern eine Analyse einzelner Themen war angestrebt.

[2] F.O. Bernstein, Geschafft, in: Fotojahrbuch 1959/60 S. 12; W.G. Heyde, Der Aktenmensch, in Fotojahrbuch 1959/60, S. 103; Renate Rössing-Winkler, Katze, Fotojahrbuch, 1959/60, S. 84;  Roger Rössing, Mach schön, S. 51, ebenda, 1958, S. 51.

[3] Domröse, Ulrich: action fotografie. Eine Gruppe sucht nach neuen Wegen in den 50er Jahren der DDR, in: Bildende Kunst, 10, 1989, S. 36-39. Mit Ergänzungen in: Evelyn Richter. Zwischenbilanz, Ausst.-Kat. Halle 1992, S. 11-15. Andreas Krase, Auftriebsfigur, Beschwerungsgestalt. Fotografengruppen in der DDR und den 1990er Jahren, in: Die andere Leipziger Schule. Fotografie in der DDR, hrsg. Von Susanne Knorr und Kai Uwe Schierz, Ausst. Kat. Erfurt 2009, Leipzig 2009, S. 28-39, bes. S. 30-32. In meinem Beitrag „action fotografie“. Ein kurzer Aufbruch, in: 60-40-20. Kunst in Leipzig seit 1949, Leipzig 2009, S. 88 – 94, konnte ich erstmalig die neuen Erkenntnisse zusammenfassen und daraus stammen auch Teile dieses Beitrags. Die Recherche geht jedoch immer noch weiter. Manche Wissenslücke füllten die Gespräche mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern oder ihren Kindern, ihnen sei herzlich gedankt. Dank auch an Julia Blume, Vincent Klotzsche (HGB); Dr. Herrmann, Dr. Kurzweg (Sächsisches Staatsarchiv); Ulrich Domröse, Schütze (Berlinische Galerie); Dr. Jens Bove und den Mitarbeitern der Deutschen Fotothek.

[4] Ausstellungskatalog action fotografie 56, Leipzig 1956, ohne Paginierung, S. 1., W.G. Heyde, Action 1956, Typoskript, unpaginiert, 2 Seiten, S. 1, Nachlass F.O. Bernstein, Museum der bildenden Künste Leipzig.

[5] Am 3.7.1945 wird der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gegründet. Der Kulturbund (KB) ist ein Sammelbecken der Kulturtätigen. 1949 werden alle Fotogruppen dem KB zugeordnet. Fotografen sind im Verband der Journalisten, dem FDGB, der Sektion Gebrauchsgrafiker/Fotografiker im VBK oder im KB organisiert. In den Bezirken des KBs gab es jeweils Arbeitssektionen und einzelne Fachgruppen. Neben den Fachgruppen Aquarien-, Terrarien- und Naturkunde u.a. gehörte die Fotografie auch zur Arbeitssektion der Natur- und Heimatfreunde.

[6] Rössing, Roger: Chronologie, Typoskript, unpaginiert, 2 Seiten, S. 1, Archiv Günter Rössler; W. G. Heyde: Action 1956, S. 1, (Nachlass F.O. Bernstein, MdbK).

[7] Stoschek, 2009, S. 88.

[8] Domröse, 1992, S. 12f.; Rössler, Günter: Mein Leben in vielen Akten, Berlin 2005, S. 50f.; Rössing, Chronologie.

[9] Heyde, 1956, S. 2.

[10] Kurt Hartmann, Mitglied der action fotografie und Kunsthistoriker, schreibt über die Magnum Ausstellung, die er auf der Photokina 1956 sah und ihm die Plattheit der Fotografie in der DDR vor Augen führte. Hartmann, Kurt: Magnum, in: Die Fotografie, 3, 1957, S. 80.

[11] Chronologie; Schröter, W. G.: Erinnerung an F. O. Bernstein, in: F. O. Bernstein. Ein Fotografenleben, Ausstellungskatalog Leipzig, 2009, S. 18.

[12] Nitsche, Ernst: Realismus und Formalismus in der Fotografie, in: Die Fotografie, 4, 1953, S. 113.

[13] Heyde, W. G.: action 1956, S. 2.

[14] Widmann, Johannes: Das fotografische Bild als Grafik, in: Fotografik, 1, 1956, S. 1f.; Rössing, Roger: Fotografik – Eine fotografische Variante, in: Fotografik, Doppelheft 1 + 2, 1957, S. 19 – 23, bes. S. 19.

[15] Hinzugekommen sind Christian Diener, Hildegard und Arno Müller, Hannelore und Lothar Werner-Vogel.

[16] Heyde, W.G.: Action 1957, Typoskript, unpaginiert, Seite 1, Nachlass F. O. Bernstein, MdbK.

[17] Das Presse-Echo der ersten Ausstellung war gemischt, doch überwogen die positiven Meldungen. [er]: Darf man so kühn sein?, in: Mitteldeutsche Neueste Nachrichten, 2. 6. 1956; [Br]: Der Mut zum Experiment, in: Sächsisches Tageblatt 5. 6. 1956; [z]: Neue Wege zur Bildgestaltung, in: Mitteldeutsche Neueste Nachrichten, 8. 6. 1956; [hl]: Diskussion in der „action fotografie“, in: MNN, 30. 6. 1956,; G.O.W.: action fotografie,. Kritische Bemerkungen zu einer Ausstellung, in: Kulturspiegel 7, 1956, S. 28f. und ders.: Noch einmal: „action fotografie“, in: ebenda., 8, 1957, S. 30; Grunwald, Helmut: action fotografie, in: Die Fotografie, 10, 1956, S. 270; Nickel, Heinrich: action fotografie 56, in: ebenda, 12, 1956, S. 330f.

[18] Henniger, Gerhard: Action 1957. Noch fehlt die Gestaltung des Neuen ..., in: Kulturspiegel der Messestadt Leipzig, 1. 1958, S. 29-30; Beiler, Berthold: action – wofür?, in: Die Fotografie, 4, 1958, S. 133-135.

[19] Henniger, 1958, S. 29.

[20] Richter, Egon: Wir sind doch alle Sozialisten, in: Sonntag, 3, 1958, S. 11.

[21] Kuhirt, Ullrich: Folgerungen aus der Kulturkonferenz, in: Bildende Kunst, 12, 1957, S. 797-801.

[22] StA-L, Kulturbund der DDR, BL Leipzig, 64/1, Protokoll der Bezirksfotokommission am 13. 12. 1959.

[23] StA-L, Kulturbund der DDR, BL Leipzig, Nr. 0010, fünfseitiger Entwurf.

[24] Am 15. 1. 1960 werden die Schwerpunktaufgaben der ZKF für das Jahr 1960 bekannt gegeben. StA-L, Kulturbund der DDR, BL Leipzig, Nr. 64/1. Siehe auch Beiträge von Herneck und Henniger in: Herneck, Friedrich (Hg.), Fotografie und Gesellschaft. Beiträge zur Entwicklung einer sozialistisch-realistischen deutschen Lichtkunst, Halle 1961; Herneck, Friedrich: Fotografie und Wahrheit. Leipzig 1979; Derenthal, 1999, S. 133-137. Kulturbund der DDR (Hg.), Symposium zu Aspekten der Fotografieentwicklung in der DDR von 1945 bis 1965. Leipzig 1985.

[25] Hier sind nur die Fotografien des engen Kerns der action fotografie gezählt, in beiden Ausstellungen mussten auch Fotografien der Amateure ausgestellt werden. Diese Arbeiten sind nicht berücksichtigt worden, da diese Arbeiten und die Akteure kaum noch bekannt sind.

[26] Ulrich Domröse, action fotografie. Eine Gruppe sucht nach neuen Wegen in den 50er Jahren der DDR. In: Bildende Kunst, 10, 1989, S. 36-39; Andreas Krase, Auftriebsfigur, Beschwerungsgestalt. Fotografengruppen in der DDR und den 1990er Jahren, in: Die andere Leipziger Schule. Fotografie in der DDR, hrsg. von Susanne Knorr und Kai Uwe Schierz, Ausst. Kat. Erfurt 2009, Leipzig 2009, S. 28-39, bes. S. 30-32.

[27] W.G. Heyde, 1956, S. 2.

[28] Derenthal, Ludger: Bilder der Trümmer- und Aufbaujahre. Marburg 1999, S. 143-149.

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