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II. ARCHIV_PRAXIS

LOST & FOUND: Performance und die Medien ihres Archivs

Barbara Büscher (Leipzig/Köln)

Eine bemerkenswerte Zahl von Ausstellungen und Aufführungen hat sich in den letzten Jahren mit der Vergegenwärtigung und Re-Vision der performativen Künste der 1960er und 1970er Jahre beschäftigt. Sie verweisen auf ein neu geschärftes Interesse an deren Geschichtlichkeit und fragen, wie man Zugang zu dieser Geschichte erhalten kann.
Sind Ausstellungen und Re-Enactments einerseits Ausdruck einer Institutionalisierung und Sicherung vergangener Ereignisse wie auch deren Verwertung auf dem Kunstmarkt, so sind sie gleichzeitig in ihrer gegenwärtigen Inszenierung und aktuellen Kontexualisierung neue Formen der Aneignung und beweglicher Umgang mit den Archiven. Sie holen Fragen nach dem Charakter der Artefakte, auf den sich alte und neue Erzählungen zu und über die Geschichte der Performance beziehen, an die Oberfläche und thematisieren ihre Lesbarkeit in je neuen Zusammenhängen.

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LOST & FOUND: Archiving Performance

Barbara Büscher (Leipzig/Cologne)

A remarkable number of exhibitions and performances in recent years have dealt with recalling and revisiting the performative arts of the 1960s and 1970s. They indicate a newly heightened interest in the historicity of these artworks and ask how access to this history can be gained.
While on the one hand exhibitions and re-enactments signify the institutionalisation and preserving of past events as well as their exploitation on the art market, their renewed staging and contextualisation also constitute new forms of appropriation. They represent a fluid approach to archives. They make the question of the nature of the artefacts on which old and new accounts of performances and their histories are based newly relevant and examine their readability in new contexts.

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Auf dem Weg zum „Gipfel der soziologischen Kunst“ – Pierre Bourdieus selbstreflexive Praxis im Licht des fotografischen Archivs

Beatrice von Bismarck (Leipzig)

Das um die 3000 Aufnahmen umfassende fotografische Archiv, das Pierre Bourdieu während seines Aufenthalts in Algerien zwischen 1958-1961 erstellte, blendete er in den nachfolgenden Jahren fast vollständig aus seiner soziologischen Arbeit aus. Der Beitrag lenkt den Blick auf diese Leerstelle, die Bourdieu erst mit der Einwilligung zur Veröffentlichung bzw. Präsentation seiner Fotografien im Jahre 2001 zu schließen begann. Er betrachtet sie zum einen vor dem Hintergrund der Dynamik von Bourdieus beruflichem Laufbahn - dem Wechsel von der Philosophie zur Ethnologie und Soziologie, der allmählichen Anerkennung im Feld der von ihm gewählten und letztlich über seine Arbeit wieder neu aufgewerteten Disziplin sowie deren Wandel im Kontext des Aufstiegs von Disziplinen, die auf das Visuelle ausgerichtet sind. Zum anderen behandelt von Bismarck Bourdieus Umgang mit Fotografie als Teil seiner Gesamtpraxis, die sich damit auch an den selbstreflexiven Ansprüchen messen lassen muss, denen Bourdieu seine Arbeit gerade in seinem letzten Jahrzehnt kontinuierlich unterzog. Mit dieser Rahmung argumentiert die Autorin, dass die Fotografie Bourdieus, der Umgang mit ihr und der Gebrauch, den er von ihr machte, sowohl seine wissenschaftliche Laufbahn als auch seine wissenschaftliche und politische Praxis zusammenbindet und neu perspektiviert.

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Wagner-Feigl-Forschung: Die Enzyklopädie der Performancekunst

Otmar Wagner & Florian Feigl (Wien/Berlin)

Mit der "Die Enzyklopädie der Performancekunst" skizzieren Wagner-Feigl-Forschung Möglichkeiten, wie ein kompletter und all umfassender Katalog der Welt aufgestellt werden kann. Als Performancekünstler und aus der Performancepraxis heraus zeigen Wagner-Feigl-Forschung wie die Performancekunst schon immer das Menschheitswissen und den Gebrauch der Welt ausgedehnt hat und warum Performancekunst die Wissenschaft der Zukunft sein wird.

Wagner-Feigl-Forschung/Festspiele (Berlin)
Wagner (Wien) und Feigl (Berlin) gründen 1996 die Performance Art Gruppe Wagner-Feigl-Festspiele (WFF). Ihre künstlerische Produktion umfasst Arbeiten in den Bereichen Live Art, Performance, Installation, Video Performance und Hörspiel. Um die zunehmende Bedeutung von Forschung und Recherche innerhalb ihrer Arbeit stärker zu betonen, gründen Wagner-Feigl 2002 die Wagner-Feigl-Forschung (WFF).

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re.act.feminism – performancekunst der 1960er und 70er jahre heute

Bettina Knaup / Beatrice E. Stammer

Das internationale Ausstellungs- und Performance Projekt widmete sich 2008/09 der frühen vom Feminismus beeinflussten Performancekunst und ihrer aktuellen 'Wiederkehr' in Form von Re-enactments, Wiederaneignungen, Neuformulierungen, dokumentarischen und archivarischen Projekten.

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