Schluss
Durch die Enzyklopädie der Performancekunst wird deutlich, dass jedes Material der Performancekunst selbst schon immer in hohem Maß vermittelt ist (siehe systematische Organisation) und zusätzlich meist in einer explodierenden Zahl von Beziehungen zu anderen Materialien steht. Es wird deutlich, dass die naive Verwendung eines Materials den spezifischen Qualitäten und Charakteristika nicht gerecht werden kann.
Die Wagner-Feigl-Forschung fordert mit der Enzyklopädie ein Denken in Zusammenhängen, das die einfache Koordinierung und Hierarchisierung von Differenzen unterläuft. Vorgänge, die letztlich der ökonomischen, politischen, ideologischen Kontrolle der Performancekunst dienen. Vorgänge, die jede Performance letztlich zu einem leblosen Event verkrüppeln und jedes mögliche Konfliktpotential, wie es jedem einzelnen Material und jeder einzelnen Handlung der Performancekunst innewohnt, ausschließen. Die Enzyklopädie ist somit neben ihren Beiträgen für den Gebrauch von Praktikern und Analytikern auch zu verstehen als der Versuch, der Performancekunst ihre Sprache zurückzugeben.
Fotos: Martin Rindlisbacher
Aufgenommen bei einer Präsentation im Rahmen des Festivals BONE 11 in Bern.

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